Aegean Portraits

Mehr als sechs Jahrhunderte lang haben an der westanatolischen Ägäisküste Türken und Griechen zusammengelebt – bis es am Ende des Befreiungskrieges und mit der Gründung der Republik 1923 zum „Bevölkerungsaustausch“ kam und die Menschen fortan in unterschiedlichen Staaten lebten. Zum gemeinsamen musikalischen Erbe aus dieser Zeit gehört der Solotanz der Zeybeks, Rebellen gegen die Obrigkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In Griechenland entwickelte sich parallel dazu der agäische Zeimbekikos, der großen Einfluss auf die Entwicklung des bis heute so popluären Rembetiko hatte. „Aegean Portraits“ ist ein neues Projekt des Meister-Akkordeonisten und Sängers Muammer Ketencoğlu, der in unterschiedlichen Projekten nahezu weltweit zu hören war; des in Griechenland geborenen Tübinger Bouzouki-Spielers Nikos Hatziliadis und der in Mülheim durch verschiedene Klanglandschaften-Auftritte bereits bestens bekannten Folk- und Improvisations-Sängerin und Mandolinenspielerin SumruAğıryürüyen; am Schlagzeug sitzt der gefeierte „Replikas“- und „Kırıka“-Drummer Orçun Baştürk.