Mokhallad Rasem
Body Revolution I Waiting
Konzept, Regie: Mokhallad Rasem
Video: Saad Ibraheem

„Body Revolution“ und „Waiting“ setzen sich auf sehr konträre Weise mit der Situation des Theatermachers im Exil auseinander. Im Zentrum des ersten Teils steht die Frage nach der Kunst im Exil: Welchen Effekt haben die Kriegsbilder aus der Heimat auf den Künstler im Exil und auf ihre Kunst? Etwa auf den Ausdruck ihres Körpers? Wie reagiert der Körper in Anbetracht von Gewalt und Angst? Mit verblüffend einfachen Bildern gelingt es Rasem die Videoprojektionen von Trümmerlandschaften seiner Heimat mit seinen Tänzern zu beleben, zum Leben zu erwecken und dem westeuropäischen Zuschauer auf berückende Weise näher zu bringen. Der zweite Teil „Waiting“ ist eine szenische Videoinstallation, die sich in Form eines bunten Interviewreigens mit der letztlich schmerzlichen Realität des Exils auseinandersetzt und danach fragt, was das Warten für unser Leben bedeutet: Das Warten auf den Bus, auf einen Kuss, auf ein Visum oder auf die Zukunft, die niemals begann.