Eduardo De Filippo
DIESE GESPENSTER
Inszenierung: Roberto Ciulli
Dramaturgie: Helmut Schäfer
Kostüme: Heinke Stork
Lichtgestaltung: Ruždi Aliji
Regiemitarbeit: Thomaspeter Goergen
Entwurf der Maschine: Markus Zink
Bau der Maschine: Werner Klaus , Abbasali Akbarnejad

Pasquale Lajacono bezieht eine achtzehnzimmerige Wohnung in einem alten neapolitanischen Palast. Da er und seine Frau Maria völlig mittellos sind, müssen günstige Umstände herrschen: Auf fünf Jahre kann er dort mietfrei wohnen. Eine Pension will er hier eröffnen, doch dies wird schwierig werden, denn einer jahrhundertealten Legende nach wohnen hier Gespenster. Selbst nicht frei von Aberglauben, meint er sie zu entdecken. Aber, als ob ein Wunder geschähe, sind sie ihm wohlgesonnen und finanzieren sogar die Einrichtung der Pension. Doch seine Frau Maria hat ein Verhältnis. Der reiche Alfredo hat bereits seine Familie verlassen und ist ins Haus neben den Palast gezogen, um sie regelmäßig zu besuchen. Er trifft dort auch auf Pasquale, der in ihm ein Gespenst erkennt, das in der Folge seiner Besuche besonders großzügig ist. Bald kommt das Ehepaar ins Gerede, doch Pasquale übergeht dies in seiner Not. De Filippo, auf den nicht zuletzt auch die Ästhetik des neorealistischen Films zurückgeht, beschreibt die sozialen und ökonomischen Verhältnisse im Nachkriegsitalien, die zur Selbsterniedrigung führen und aus denen nur die Kraft der Einbildung den Ausweg weist.