Ödön von Horváth
Es geht immer besser, besser – immer besser ...EIN TANZVERGNÜGEN
Inszenierung: Roberto Ciulli
Dramaturgie: Helmut Schäfer
Bühnenbild: Gralf-Edzard Habben
Kostüme: Heinke Stork
Lichtgestaltung: Ruždi Aliji
Regiemitarbeit: Thomaspeter Goergen

Noch in den 80er Jahren schien es, dass die großen sozialen Fragen, wie sie sich im frühen 19. Jahrhundert stellten, mittlerweile gelöst wären. Zwar war schon damals die Gesellschaft unübersichtlicher geworden, doch ihr ökonomischer Stand galt mehr oder weniger als gesichert. Daß mit der globalen Verteilung der Arbeit sich ein Tor öffnen würde durch das hindurch die sozialen Fragen nach Westeuropa, nach Deutschland zurückkämen, war so nicht erwartet worden.

Ödön von Horváth (1901 – 1938) hat in seinen Stücken meisterlich die Folgen ökonomischer Depressionen auf die Menschen beschrieben. Mit der fehlenden Arbeit zerbrechen die Verhältnisse der Menschen, auch die kleinen, und keine Liebe ist imstande, sie zu erretten. Die Gesellschaft der 30er Jahre erlöste sich in der Gewalt des Nationalsozialismus, wohin treiben die westlichen Gesellschaften heute?

Aus den vier großen Volksstücken („Italienische Nacht“, Geschichten aus dem Wiener Wald, „Glaube Liebe Hoffnung“, „Kasimir und Karoline“) verbindet die Inszenierung Szenen und Figuren zu Situationen, die ahnen machen, wie die nächste Zukunft aussehen könnte.