GOTTHOLD EPHRAIM LESSING
MINNA VON BARNHELM
Inszenierung: Karin Neuhäuser
Dramaturgie: Sven Schlötcke
Bühnenbild: Gralf-Edzard Habben
Kostümbild: Alexander Schulz
Regieassistenz: Dijana Brnic
Lichtgestaltung: Thorsten Scholz
Musik: Matthias Flake

Nach Ende des siebenjährigen Krieges, Preußen und Europa versinken im Wirtschaftschaos, wird dem aus dem Krieg zurückgekehrten Offizier Tellheim die Unterschlagung von Geldern vorgeworfen. Ohne Aufgabe, verwundet, heimat- und mittellos, tief in seiner Ehre und seinem Selbstbild verletzt, zieht sich Tellheim aus der Öffentlichkeit zurück und verbirgt sich sogar vor seiner Minna, die ihren Verlobten in einer heruntergekommenen Absteige endlich ausfindig macht.
Um Tellheim aus seinem tragikomischen Verharren in der eigenen Kränkung herauszuholen, zettelt Minna ein Spiel unter Vortäuschung falscher Tatsachen an: Sie spielt selbst die Verarmte, um ihm im Nichtshaben wieder gleichgestellt zu sein. Ein trickreicher Geschlechterkampf beginnt. Es entwickelt sich ein komplexes Spiel um Liebe und Eigenliebe, Lüge und Selbstlüge, Ordnung und Unordnung, dessen tragische Komik sich vor dem Hintergrund eines verwahrlosten Kontrollstaats entfaltet.

Nach der preisgekrönten Inszenierung WAS IHR WOLLT, die 2011 zur Premiere kam, stellt Karin Neuhäuser, langjähriges Ensemblemitglied des Theater an der Ruhr, mit MINNA VON BARNHELM ihre zweite Regiearbeit in Mülheim vor.

EINE KOPRODUKTION mit Les Théâtres de la Ville de Luxembourg