Repertoire

Mongos

Sergej Gößner

Francis hat Multiple Sklerose. Ikarus ist seit Kurzem querschnittsgelähmt. Wie selbstverständlich zieht der aufschneiderische Ikarus über andere Leute als »Spastis« oder »Mongos« her, immer auf der Suche nach Selbstverständlichkeit für seine eigene Situation. Francis, verträumt und still, ist das genaue Gegenteil von ihm. Gerade das schweißt sie zusammen. Rückblickend erzählen sie die Geschichte ihrer Freundschaft in der Reha-Klinik. Die beiden Helden durchleben ihre Jugend- und Jungsprobleme, saufen, rauchen, reden über Frauen, gehen ins Kino, verlieben sich in Mädchen… Spielerisch behandelt Sergej Gößners Stück die Geschichte zweier Außenseiter, ohne in klischeehafte Zuschreibungen über alles Ab- und Ausgrenzende zu verfallen.