Woody Allen
Tod
Inszenierung: Roberto Ciulli
Bühne: Gralf-Edzard Habben
Dramaturgie: Helmut Schäfer
Regiemitarbeit: Dijana Brnic
Kostüme: Elisabeth Strauß
Musik: Klaus Herzog
Lichtgestaltung: Jochen Jahncke

Mitten in der Nacht wird der Verkäufer Kleinman aus dem Schlaf gerissen. Eine Bürgerwehr fordert ihn zur Hilfe auf, um einen wahnsinnigen Serienmörder zu stellen, es existiere ein Plan, die Polizei hingegen sei unfähig. Doch Kleinman, nun auf der Straße, erhält keinen Einblick in jenen Plan und erfährt, dass niemand ihn kenne, um dem Mörder keine Gelegenheit zu geben, Teile des Plans zu entdecken. Im Verlaufe der Nacht zerfällt die Bürgerwehr in Splittergruppen und bekämpft sich nun gegenseitig. Dann trifft Kleinman selbst auf den Wahnsinnigen.

Woody Allen beschreibt die Gefahren einer Gesellschaft, die sich anmaßt, das Recht des Staats außer Kraft zu setzen, um an seine Stelle zu treten. In Deutschland haben sich in den letzten Jahren vielerorts solche Bürgerwehren gegründet und belegen so den brüchigen Zustand der Demokratie, die zur Zeit allein noch durch einen einigermaßen vorhandenen Wohlstand funktioniert. Und wie immer skizziert Allen dies mit den Mitteln des Komischen, jener bedeutenden Waffe der Aufklärung.