Eine Stadt erinnert sich.
Wer hat meine Schuhe vergraben?
Idee und Konzept: Roberto Ciulli , Ensemble des TaR
Raum: Gralf-Edzard Habben
Kostüme: Heinke Stork
Lichtgestaltung: Ruždi Aliji
Requisite: Thomas Hoppensack
Regiemitarbeit: Thomaspeter Goergen

Die Erinnerungen, meinte Jean Paul, seien die einzigen Paradiese, aus denen man uns nicht vertreiben könne. Daß sie auch quälend sein können, hat nicht zuletzt das 20. Jahrhundert gezeigt. Vor allem bedeutet Erinnern aber Improvisieren.Man muß die Splitter der Vergangenheit in einen Zusammenhang bringen, der sich erzählen läßt. Und insofern sind Erinnerungen stets auch Erfindungen, von denen sich schwer sagen läßt, so war es und nicht anders. Und dennoch: ohne sie kommen wir nicht aus. Durch das Erinnern hindurch wird unsere eigene und unsere kollektive Geschichte zu Teilen verstehbar, wir befinden uns in dem ‚Jetzt‘, das zu jedem Zeitpunkt ein Vergangenes ist, das dem Vergessen anheimfallen kann.

WER HAT MEINE SCHUHE VERGRABEN? setzt sich mit dem Akt des Erinnerns auseinander und ist darum eine Improvisation, die das Ensemble des Theater an der Ruhr unter der Leitung von Roberto Ciulli erarbeitet hat.«

Helmut Schäfer