Spielzeit 2018/19

OTHELLO - William Shakespeare

Regie: Roberto Ciulli
Premiere: 20. September 2018, 19:30 Uhr
Unbemerkt von der Gesellschaft haben Othello und Desdemona geheiratet, der dunkelhäutige Feldherr und die Tochter eines wohlhabenden venezianischen Senators, die sich in der Welt des Boxsports bewegen. Nicht allein seine Hautfarbe schließt Othello aus der Shakespeare’schen Gesellschaft aus, aber seine Fremdheit. Ihn, den erfolgreichen Feldherrn Venedigs. Venedig wurde ihm zur Heimat, er vertraut den Regeln und Gepflogenheiten dieser Stadt. Doch dieses Vertrauen zerbricht jäh, als ihm von seinem Untergebenen Jago eingeflüstert wird, dass Desdemona ihm untreu wäre.
Vertrauen wird zum Mißtrauen und weckt jene Affekte, die jeden klaren Gedanken verscheuchen und in Eifersucht umwandeln. Eifersucht auf Desdemona oder auf den Status, den die Mitglieder der venezianischen Gesellschaft durch Geburt besitzen. Wie alle Intrigen erzeugt auch die des „Populisten“ Jago die Herrschaft des Verdachts, dem gegenüber die Verdächtigten sich nicht erwehren können und umso weniger, wenn sie nicht einmal wissen, dass sie einem Verdacht ausgesetzt
sind.

 

FARAH (AT) - Mudar Alhaggi

Regie: Mudar Alhaggi
Premiere: 04. Oktober 2018, 19:30 Uhr
Das arabischsprachige Collective Ma‘louba geht in seine dritte Spielzeit am Theater an der Ruhr und verfolgt weiterhin die Idee, Brücken zwischen den unterschiedlichen
Kulturen und Sprachen zu schlagen. In „Farah (AT)“ von Mudar Alhaggi begegnet uns eine junge Frau, die sich der syrischen Revolution angeschlossen hat. Ihre persönliche Emanzipation von familiären und gesellschaftlichen Zwängen verläuft zeitgleich zum politischen Befreiungsversuch eines ganzen Landes. Kann Farah trotz aller Umstände ihren Glauben an die Möglichkeit der Freiheit und an eine bessere Zukunft erhalten?

In arabischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kulturstiftung des Bundes.

 

 

Besuch der alten Dame - Friedrich Dürrenmatt

Regie: Albrecht Hirche
Premiere: 31. Oktober 2018, 19:30 Uhr
„Die Welt machte mich zu einer Hure, nun mache ich sie zu einem Bordell.“
Die schrille Tragikomödie „Der Besuch der alten Dame“ brachte dem Dramatiker Friedrich Dürrenmatt 1956 den internationalen Durchbruch
und ist inzwischen ein Klassiker der Weltliteratur, der nicht zu Unrecht gegenwärtig eine Renaissance erlebt. – Eine abgründige Rachegeschichte
voll schwarzem Humor über den Egoismus und die verführerische Macht des Geldes.
Der Regisseur Albrecht Hirche inszenierte u.a. an großen Theaterhäusern wie dem Theater Basel, an der Volksbühne Berlin, am Schauspiel Köln, am Centraltheater Leipzig und in der freien Szene. Er arbeitet in den vergangenen Jahren kontinuierlich am Theater an der Ruhr: u.a. „Die Verwandlung“ nach Kafka oder „Die Verwirrungen des Zöglings Törless“.


Eine Koproduktion mit dem FFT Düsseldorf. Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

 


CLOWNS UNTER TAGE - Roberto Ciulli und Matthias Flake

Premiere: 24. November 2018, 19:30 Uhr
Eine Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen
Das Stück erzählt ein Bild aus der Perspektive der Bergarbeiter aus verschiedenen Ländern, zusammengewürfelt für den Kohleabbau in den Minen, zusammengeschweißt
durch die gemeinsame Erfahrung von Entbehrung und Gefahr. Die kulturellen Formen, die im Alltag daraus entstanden wie Chöre, Orchester und Musik, sie sind der Stoff,
den Ciulli als einen eigenen Mythos sinnlich machen will. „Die Clowns wollen niemanden zum Lachen bringen, sie führen keine Zirkusnummern auf. Es sind Anarchisten, die mit ihrer clownesken Weltsicht die Dinge durcheinanderbringen. Und eine Gegenwelt auf der Bühne erschaffen, die nichts mit Zwängen, Ökonomisierung und Optimierung
zu tun hat. Die Clowns haben Zeit, sie sprechen nicht und singen manchmal, sie fühlen sich für nichts verantwortlich außer für sich selbst. Roberto Ciulli und sein wundervolles Ensemble
zeigen Theater als Fundamentalopposition.“ Deutschlandfunk, Kultur heute

 

STÄDTE. KAMPF UM TROJA - subbotnik

Premiere: März 2019
„Städte. Kampf um Troja“ ist der dritte Teil der Antiken-Trilogie, die subbotnik im Herbst 2016 mit „Götter. Wie die Welt entstand“ begonnen und 2017 mit „HELDEN“
fortgesetzt hat.
Die Stadt hat eine starke Mauer, wer drin ist gehört dazu, für ihn gilt, ihn schützt das Gesetz. Für die, die draußen sind gelten andere Regeln... Die Stadt, ein Ort
geistigen und materiellen Reichtums. Ein Ort, der die Begierden derer weckt, die nicht zu ihr gehören. Ein Ort, der verteidigt werden muss. Die Stadt. Grund für
Eroberungszüge und Kriege. Willkommen in Troja! Die Stadt, um die griechische Helden und Götter kämpfen. Auf welcher Seite bist du?
Auf Basis der Sagen um Troja präsentiert subbotnik gemeinsam mit einem Chor aus jungen Menschen einen originellen, spannenden und poetischen
Musiktheaterabend. Mit ihrer typischen einzigartigen Mischung aus Musik, Bildern und Erzählung stürzen subbotnik sich und uns in die Verwicklungen antiker
Macht, List und Politik.

Eine Koproduktion mit dem FFT Düsseldorf. Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen