Repertoire

Die schmutzigen Hände

nach Jean-Paul Sartre

Ein konspirativer Audiowalk vor der vier.zentrale (draußen)

Sartres Text aus dem Jahr 1948 wirkt heute wie ein aktueller Polit-Thriller: Ein junger, radikalisierter politischer Aktivist bietet sich – aus Ekel vor Kompromissen - an, den Parteisekretär Höderer zu töten, der mit konservativen Kräften paktieren will. Aber Höderer fasziniert ihn, überzeugt ihn fast davon, dass man Politik um lebendiger Menschen, nicht um abstrakter Prinzipien willen machen sollte. – Die alten Fragen nach dem Verhältnis zwischen Idealismus und Pragmatismus, Politischen und Privatem ziehen sich wie eine Schlinge zusammen: Prinzipien, Bewunderung, Freundschaft, Zweifel, Anerkennung, Angst, Liebe, Macht, Eifersucht….

Mit Kopfhörern ausgestattet kommt das Publikum - wie Abhörende - dem Geschehen außergewöhnlich nah. Die „Überwacher“ werden zum einflussreichen Teil eines konspirativen Audiowalks um die gläserne vier.zentrale - in mitten der Wirklichkeit der Stadt. 

Mit Burak Hoffmann, Steffen Reuber und Rupert J. Seidl

Regie: Tobias Stöttner

WIR EMPFEHLEN WETTERFESTE UND WARME KLEIDUNG!!!

(Die Zuschauer sind während der Aufführung (regengeschützt) draussen!)

Stimmen

Dietmar Zimmermann, Theater:pur

„Die Zuschauer, so ist der Gedanke, belauschen und überwachen die Akteure wie Agenten, wie Überwachungspersonal eines Geheimdienstes oder der Staatssicherheit. Viel spannender aber ist der analytische Zugriff, den Stöttner auf das Stück anwendet. Er inszeniert es - teilweise unter Einbeziehung des Publikums - wie eine Versuchsanordnung.“

Andrea Müller, WAZ

„Zum „aktuellen Polit-Thriller“ will Stöttner das Stück machen, und das gelingt. Die Spannung reißt nie ab, die Zuschauer – mit Kopfhörern ausgestattet – verfolgen das Geschehen von draußen aus wie Spitzel, wechseln ihre Position öfter, so dass sie aus verschiedenen Perspektiven auf das konfliktreiche Geschehen schauen.“
 

Karten

Team

Tobias Stöttner
Regie