Repertoire

Onkel Wanja. Into the trees

Anton Tschechow

Sah Anton Tschechow schon 1896 eine Klimakrise voraus? In diesem Jahr erschien sein Theatertext „Onkel Wanja“ und Astrow, wie Tschechow Arzt, äußert sich darin wie folgt: „Die Wälder verschwinden, die Flüsse trocknen aus, die Tierwelt stirbt, das Klima verschlechtert sich und die Erde wird immer ärmer und hässlicher.“ Tschechow beschreibt eine Gesellschaft desinteressierter Menschen, die um sich selbst kreisen und alle denkbaren Projekte trotz ihres eigenen, sichtbaren Verfalls in eine ferne Zukunft verbannen. Sie nehmen das Unglück nicht nur in Kauf, es ist ihr Sonntagskleid, das sie ziert, Ausdruck ihrer Individualität, die sie jedoch nie zum Handeln drängt.
Sehen werden Sie eine Inszenierung, die mit Hilfe von Videoprojektionen das ganze Theaterhaus bespielt, die Stimmen der Schauspieler*innen werden dem Publikum dank Kopfhörern aber ganz nah sein.

Mit: Petra von der Beek, Sarah Moeschler, Berit Vander, Gabriella Weber, Alain Croubalian, Günther Harder, Klaus Herzog, Steffen Reuber, Felix Römer, Rupert J. Seidl

Regie, Fassung: Philipp Preuss, Ausstattung: Ramallah Aubrecht, Kostüm: Eva Karobath, Dramaturgie: Helmut Schäfer, Musik: Alain Croubalian, Video: Konny Keller, Licht: Jochen Jahnke, Ton: Uwe Muschinski/ Franz Dumcius, Regieassistenz: Toby Stöttner

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